GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 03 Dec 2020 22:38:15 +0100 Thu, 03 Dec 2020 22:38:15 +0100 TYPO3 EXT:news news-260 Wed, 11 Nov 2020 09:23:40 +0100 GEW Marburg-Biedenkopf fordert Unterricht im Wechselmodell https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/260-gew-marburg-biedenkopf-fordert-unterricht-im-wechselmodell/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=73da725950c73f4d0fbd89d5303239be Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert, dass im gesamten Landkreis im Wechsel von Präsenz und Distanz unterrichtet wird (sogenanntes Wechselmodell). Dieser Schritt ist überfällig! Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hält sich seit Tagen auf einem Inzidenzwert von über 200 und ist damit in Hessen einer der Landkreise mit den meisten Corona-Neuinfektionen. Trotzdem folgt man nicht den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, das bereits ab einer Inzidenz von 50 nicht nur das Tragen von Masken im Unterricht empfiehlt, sondern auch die Verkleinerung der Lerngruppen durch Teilen oder Wechselunterricht. Hessische Landkreise mit einer geringeren Inzidenz als Marburg-Biedenkopf, z. B. Groß-Gerau, Main-Kinzig und Bergstraße, unterrichten hingegen ab sofort nach dem Wechselmodell. Die hohen und steigenden Infektionszahlen und immer mehr Coronafälle in den Schulen haben eine Situation geschaffen, die von vielen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern als sehr belastend empfunden wird. Der GEW-Kreisverband Marburg-Biedenkopf fordert die politisch Verantwortlichen beim Landkreis und in der Stadt Marburg auf, endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und einen Unterricht aus Präsenz und Distanz zu verfügen. Marburg, 10.11.2020 Das Leitungsteamdes GEW Kreisverbandes Marburg Biedenkopf

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news-259 Wed, 11 Nov 2020 09:21:03 +0100 A 13: GEW ruft zu Aktionen in Hessen https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/259-a-13-gew-ruft-zu-aktionen-in-hessen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=767081a7611c53fff5714b85006f92e3 Gleichstellung der überwiegend weiblichen Lehrkräfte mit allen anderen Lehrkräften in Hessen! Gleichstellung der überwiegend weiblichen Lehrkräfte mit allen anderen Lehrkräften in Hessen!

 

Die GEW Hessen ruft in Hessen erneut zum Aktionstag „A 13 für alle!“  am Freitag, dem 13. November 2020, auf. Freitag, der 13. November, ist der Tag, an dem die Bezahlung von Grundschullehrkräften endet, vergleicht man sie mit der Bezahlung der Lehrkräfte an allen anderen Schulformen in Hessen.

An diesem Tag, wird  der „Rote Würfel“ fallen, den die GEW Hessen an die Schulen geschickt hat! Egal wie er fällt, das Ergebnis ist  A 13!  A 13 für professionelle Grundschularbeit ist auf andern Würfeln zu lesen.

Auch die GEW-Regionen sind aufgerufen sich an den Aktionen zu beteiligen, denn A 13 heißt, endlich die Gleichstellung der überwiegend weiblichen Lehrkräfte mit allen anderen Lehrkräften in Hessen herzustellen.

Aufgrund der Corona-Situation verzichtet die GEW Hessen weitgehend auf Kundgebungen auf öffentlichen Plätzen. Wie immer werden wir über die regionalen Aktionen mit Fotos auf dieser Homepage berichten. Wir freuen uns auf lebendige, kreative Aktionen und Fotos!

Wir bitten um Zusendung der Fotografien und Selfies an:

grafik@gew-hessen.de

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Aktuell
news-258 Wed, 04 Nov 2020 10:01:14 +0100 Kultusminister verhindert verantwortungsbewusstes Handeln in der Region https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/258-kultusminister-verhindert-verantwortungsbewusstes-handeln-in-der-region/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f513bb76938da5661f19583833b0234 Pressemitteilung 2. November 2020 Die GEW Hessen ist "ohne jedes Verständnis für die Ignoranz und die ständigen Kehrtwendungen des Hessischen Kultusministeriums im Umgang mit über 900.000 Schülerinnen und Schülern und Beschäftigten an den hessischen Schulen".

GEW-Vorsitzende Maike Wiedwald spricht von einem "deutlichen Widerspruch" gegenüber dem Anspruch der Landesregierung, dass die Corona-Maßnahmen transparent und nachvollziehbar sein sollen: "Inzwischen gelten Erlasse des zuständigen Ministers nicht einmal mehr 24 Stunden."

In einem Schreiben an alle Schulen hatte das Ministerium am Freitag (30. Oktober 2020) die Stufe 2 seines Stufenplans für die Anpassung des Schulbetriebs an das Infektionsgeschehen ausgerufen. Danach gilt in weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht, außerdem soll klassenübergreifender Unterricht eingeschränkt werden. Gleichzeitig wies das Ministerium darauf hin, dass "je nach Entwicklung der pandemischen Lage vor Ort durch die regionalen Gesundheitsämter in enger Abstimmung mit den zuständigen Staatlichen Schulämtern und Schulträgern Maßnahmen gemäß dem Leitfaden angeordnet werden" können. Regional könne deshalb "auch kurzfristig ein Übergang in Wechselmodelle zwischen Distanz- und Präsenzunterricht (ab Stufe 3) gefordert werden".  Bereits am nächsten Tag wurde diese Regelung von der Landesregierung in der Sondersitzung des Landtags am Samstag, dem 31. Oktober 2020, gekippt und die Zuständigkeit für den Stufenplan von den Gesundheitsämtern der Landkreise und Städte auf das Kultusministerium übertragen. In Hessen bestehe "derzeit kein Anlass für die dritte Stufe dieses Konzepts, also den Wechselunterricht".

Tatsächlich hatten nach Angaben der GEW zu diesem Zeitpunkt mehrere Landkreise bereits entsprechende Anweisungen erlassen oder kommuniziert. Das gilt unter anderem für die Landkreise Kassel, Gießen und Groß-Gerau. Auch die GEW hatte sich zuletzt am 29. Oktober 2020 in einer gemeinsamen Erklärung mit den Vorsitzenden der Landesschülervertretung und des Landeselternbeirats dafür ausgesprochen, dass durch einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht wieder kleinere Lerngruppen möglich sind, in denen der Abstand eingehalten werden kann. Die GEW-Vorsitzende Birgit Koch schloss sich der Erklärung des GEW-Kreisverbands Kassel-Land an, dass durch die abrupte Kehrtwende der Landesregierung sämtliche fürsorglichen, verantwortlichen Regelungen durch die schwächeren landesweiten Vorgaben vom Tisch gewischt werden: "So kann man nicht mit Kommunen, Landkreisen, Schulleitungen und allen anderen Menschen in den Schulen umgehen!"

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news-257 Thu, 29 Oct 2020 13:30:30 +0100 Demokratie stärken, Rechtsextremismus und Rassismus bekämpfen https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/257-demokratie-staerken-rechtsextremismus-und-rassismus-bekaempfen/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5c84ac9cc7c4e9e8dff1d737a8b1a849 Zivilgesellschaftliches Bündnis veröffentlicht Forderungen an die Landesregierung Vor dem Hintergrund der Morde von Hanau und an Walter Lübcke sowie den aktuellen Bedrohungen durch den „NSU 2.0“, die auf rechtsextreme Netzwerke in den Landesbehörden hinweisen, fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die hessische Landesregierung zum Handeln auf. Die Landesregierung müsse Bewegungen für Menschenrechte stärken und allen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ent-schieden entgegentreten, heißt es in dem Forderungspapier, das am heutigen Montag bei einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Die Herausgeber des Forderungspapiers sehen die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und möchten mit seiner Veröffentlichung den Dialog und den Austausch mit der Landesregierung zu diesem Thema vertiefen. Dabei sollen zivilgesellschaftliche Gruppen und insbesondere Betroffenen-Vertretungen stärker als bisher einbezogen werden.

Das Zehn-Punkte-Papier wurde von 13 hessenweit aktiven Organisationen aus unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Bereichen herausgegeben, mehr als 20 weitere Gruppen haben es bereits unterzeichnet. Gefordert wird darin, dass rechtsextreme Gruppen und Netzwerke aufgelöst und Verfassungsschutz und Polizei reformiert werden. Ein unabhängiges Expert*innengremium solle die Bekämpfung von Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung begleiten, steuern und evaluieren. Das Land solle die Re-präsentanz aller gesellschaftlicher Gruppen in allen gesellschaftlichen und politischen Lebensbereichen und in leitenden Funktionen in der öffentlichen Verwaltung fördern und das Demokratiebewusstsein im öffentlichen Dienst stärken.
Weitere Forderungen sind, Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung gesetzlich zu veran-kern und eine unabhängige Beschwerdestelle für polizeiliches Fehlverhalten einzurich-ten. Opfer von rechtsextremer und rassistischer Gewalt müssen unterstützt, gefährdete Einrichtungen wie Moscheen und Synagogen geschützt werden.

Schulen sollen zur umfassenden Bildung und Werteorientierung für ein anti-rassistisches und solidarisches Zusammenleben in der Gesellschaft beitragen. Demokratie-Projekte müssen ausreichend und dauerhaft gefördert werden.

Herausgegeben haben das Papier die folgenden Organisationen und Gruppen: agah – Landesausländerbeirat, Aufstehen gegen Rassismus, Bildungsstätte Anne-Frank, Der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – Landesverband Hessen, Hessischer Flüchtlingsrat, LAG Mädchen*politik, LandesFrauenRat Hessen, NaturFreunde Hessen, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Hessen, VVN-BdA – Landesvereinigung Hessen und der Zentralrat der Muslime in Deutschland – Landesverband Hessen.
Zu den mehr als 20 Unterzeichnenden des Forderungspapiers zählen Organisationen aus der sozialen Arbeit, dem Kultur- und Jugendbereich ebenso wie antifaschistische und antirassistische Initiativen.

Pressemtteilung

Forderungen

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news-256 Mon, 26 Oct 2020 09:24:09 +0100 GEW: „Respektables Ergebnis in schwierigen Zeiten“ https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/256-gew-respektables-ergebnis-in-schwierigen-zeiten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=96667946924b04508f99fd4548b1eaaf Bildungsgewerkschaft zum Abschluss der Tarifrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen Pressemitteilug des GEW HV 25. Oktober 2020 Potsdam – Als ein „respektables Ergebnis in schwierigen Zeiten“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) den Tarifabschluss für die im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten bezeichnet. „Die Gehaltssteigerungen, die Corona-Prämie und die Erhöhung der Jahressonderzahlung stabilisieren die Einkommen der Beschäftigten in der Corona-Krise. Das war den Gewerkschaften sehr wichtig, denn die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sorgen während der Pandemie mit ihrer guten Arbeit verlässlich dafür, dass Bund und Kommunen ihre Aufgaben qualifiziert wahrnehmen. Außerdem ist es gelungen, für den Pflegebereich zusätzliche Verbesserungen durchzusetzen“, sagte GEW-Tarifchef Daniel Merbitz am Sonntag nach dem Ende der Tarifverhandlungen. Er betonte, dass jetzt auch endlich die Arbeitszeit der kommunalen Beschäftigten in den östlichen Bundesländern zum 1. Januar 2023 an das Niveau im Westen angeglichen wird. „30 Jahre nach der Einheit war dieser Schritt überfällig. Deshalb hätten wir uns eine frühere Angleichung gewünscht“, unterstrich Merbitz. Er machte darauf aufmerksam, dass es gelungen sei, Veränderungen bei den sogenannten Arbeitsvorgängen abzuwehren: „Die Arbeitgeber wollten die Axt an die Eingruppierung im öffentlichen Dienst legen – an ein System, das sich seit Jahrzehnten bewährt hat. Die intendierten Veränderungen hätten zu Gehaltverlusten für viele Beschäftigte geführt.“      

Auch GEW-Vorsitzende Marlis Tepe zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Beschäftigten und die Gewerkschaften haben gezeigt, dass sie auch in der Krise handlungsfähig sind – ohne dabei das Augenmaß zu verlieren. Mit ihren Warnstreiks und kreativen Aktionen haben die Beschäftigten einen zentralen Beitrag zu dem Tarifergebnis geleistet“, stellte Tepe fest.

Das Tarifergebnis zusammengefasst

  • 600 Euro steuerfreie Corona-Prämie in 2020 für alle Beschäftigten der Entgeltgruppen (EG) 1 bis 8, 400 Euro für EG 9a bis 12, 300 Euro für EG 13 bis 15 sowie 225 Euro für Auszubildende bei den Kommunen und 200 Euro beim Bund.
  • 1,4 Prozent mehr Gehalt zum 1. April 2021, mindestens aber 50 bis 25 Euro für Auszubildende.
  • 1,8 Prozent mehr Gehalt zum 1. April 2022 - 25 Euro für Auszubildende.
  • Arbeitszeitangleichung Kommunen Ost: 39,5 Stunden ab 1. Januar 2022, 39 Stunden ab 1. Januar 2023.
  • Die Jahressonderzahlung steigt in den Kommunen für die EG 1 bis 8 in 2022 um fünf Prozentpunkte in den westlichen Ländern sowie um zwei Prozentpunkte in 2022 und drei Prozentpunkte in 2023 in den östlichen. 
  • Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Tarifabschluss

https://www.gew.de/troed2020/fragen-und-antworten/

Dazugehöriges Tariftelegramm

http://newsletter.gew.de/m/7612994/1123500-9346e5bff487666e8e7dd3e98723f95a 

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Aktuell
news-255 Mon, 19 Oct 2020 14:17:00 +0200 Abstandsregelungen müssen auch für Schulen gelten! https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/255-abstandsregelungen-muessen-auch-fuer-schulen-gelten/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=85b571565b0c3118fdbf0ee457fdec45 Hessen braucht ein Konzept für den Unterricht unter Pandemiebedingungen Pressemitteilung 19. Oktober 2020 Heute beginnt nach den Herbstferien in Hessen die Schule wieder. Leider steigt auch die Zahl der mit dem Sars-CoV-2 Virus infizierten Menschen in Hessen weiterhin stark an. Als Reaktion darauf haben sich schon in der letzten Woche verschiedene Schulträger auf gemeinsame Maßnahmen verständigt und zum Beispiel das Tragen einer Mund-Nasen-bedeckung während des Präsenzunterrichts ab Klasse 5 angeordnet.

Und die hessische Landesregierung? Zum Schulstart nach den Herbstferien belässt es  Hessens Kultusminister Alexander Lorz bei der Bitte an die Eltern, ihre Kinder dann nicht in die Schule zu schicken, wenn sie Symptome einer möglichen Coronavirus-Infektion zeigen. Nochmals an die Verantwortung der Eltern zu erinnern, ist richtig, aber mit Sicherheit keine angemessene Reaktion auf Infektionsraten, die an den Rand eines neuen Lockdowns führen.

Kultusminister Lorz hat schon in den Sommerferien nicht die nötige Aktivität entwickelt und auch in den Herbstferien ist nichts Entscheidendes passiert. Der vom Ministerium selbst vorgelegte Stufenplan wird nicht mehr erwähnt, da die Schulen weiterhin auf den hundertprozentigen Regelbetrieb verpflichtet werden sollen.

Die Stufe 2 mit einem „eingeschränkten Regelbetrieb“ müsste längst ausgerufen sein. Dies würde den Schulen beispielsweise bei den Ganztagsangeboten oder beim Unterrichten im Klassenverband mehr Spielräume schaffen, die Infektionsgefahren zu minimieren. Die Beschäftigten vor Ort können das nicht nachvollziehen und werden wieder allein gelassen.

Aus Sicht der  GEW Hessen weist das aktuelle Statement des Robert-Koch-Instituts vom 12. Oktober 2020 völlig zu Recht darauf hin, dass  bei einer Inzidenz von über 50 die Notwendigkeit zur Verkleinerung der Klassen durch Teilung oder Wechselunterricht bestehe, so dass der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann.

Stattdessen sitzen im Unterricht an hessischen Schulen große Gruppen in geschlossenen Räumen ohne Abstand und führen auch aus der Nähe viele Gespräche.

Dass „Lüften“ zur Bekämpfung des Coronavirus in den Schulen wichtig ist, ist schon länger bekannt. Der neue Hygieneplan 6.0 regelt konkret, dass alle 20 Minuten in den Unterrichtsräumen ein Stoßlüften durchgeführt werden muss. Leider hat bisher niemand beachtet, was das für diejenigen bedeutet, die in den Räumen sitzen. Sitzen jetzt alle mit Winterkleidung im Unterricht? Müssen die Schulen jetzt Decken kaufen und sie an die Schülerinnen und Schüler verteilen, um den Unterricht zu ermöglichen? Da hilft dann auch der Hinweis, dass sich durch das Stoßlüften die Temperatur in den Räumen nur um ein paar Grad absenke, nicht viel weiter. Die Wahrnehmung von Wärme und Kälte ist sehr individuell und hängt sicherlich auch davon ab, ob man z.B. im Klassenraum am Fenster sitzt. So sollen wir alle in den Schulen sicher und gesund durch den Herbst und den Winter kommen? Das wird nicht funktionieren.

Die GEW schließt sich der Empfehlung des Umweltbundesamts an, dass mindestens in den Räumen, wo eine ausreichende Lüftung nicht möglich ist, Luftreinigungsgeräte eingesetzt werden, „die mit Hochleistungsschwebstofffiltern ausgerüstet sind, leise arbeiten und einen ausreichenden Volumenstrom garantieren“. Ein Forschungsteam um Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung an der Goethe-Universität, testete Luftreiniger „mit großem Erfolg“ an einer Wiesbadener Schule.

Abstand ist und bleibt das Gebot der Stunde! Die GEW Hessen fordert, dass die Einhaltung eines Mindestabstands von mindestens 1,5 m im Unterricht zwingend vorgeschrieben wird. Viele Schulen haben gute Konzepte entwickelt, wie sie dem Bildungsanspruch der Schülerinnen und Schüler im eingeschränkten Regelbetrieb oder Wechselbetrieb nach dem Stufenplan des Kultusministeriums gerecht werden können.

Digitale Konzepte, ein Schulportal, das für alle Schulen zugänglich ist, und ein funktionierendes und datensicheres Videokonferenztool sind dafür wichtige Voraussetzungen. Hier hat das Kultusministerium die Herbstferien einmal mehr ungenutzt verstreichen lassen. Auch die Bereitstellung mobiler Endgeräte für Schülerinnen und Schüler kommt nur schleppend voran.

Wir fordern den Kultusminister auf, sich jetzt mit allen Beteiligten, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Gewerkschaften und Verbänden, Kinder- und Jugendmedizinerinnen und -medizinern sowie Virologinnen und Virologen darüber zu beraten, wie alle gemeinsam den Schulbetrieb an den hessischen Schulen in den nächsten Monaten gestalten können.

Eines ist für die GEW Hessen aber klar: Am Unterrichten mit Abstand geht neben vielen weiteren Maßnahmen kein Weg vorbei.

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Aktuell
news-254 Thu, 15 Oct 2020 09:29:57 +0200 Stellungnahme der GEW Hessen zum Unions-Vorschlag, die Weihnachtsferien zu verlängern https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/254-stellungnahme-der-gew-hessen-zum-unions-vorschlag-die-weihnachtsferien-zu-verlaengern/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cea05db82a3de67760ae0c98ad8b2ee7 Pressemitteilung 13. Oktober 2020 In den letzten Wochen gab es zahlreiche Vorschläge die Schulferien zu verlängern, zu verkürzen oder zu verschieben. Mit dem neusten Vorschlag, die Weihnachtsferien zu verlängern und die Oster- und Sommerferien zu verkürzen,  traten jetzt Unionspolitiker an die Öffentlichkeit.

Nur vermeintlich greift dieser Vorschlag eine Situation auf, die für alle Betroffenen in den Schulen sehr schwierig werden wird: das regelmäßige Lüften in der kalten Jahreszeit, die jetzt beginnt. Und in der Tat ist das regelmäßige Lüften nach 20 Minuten Unterricht eine pädagogische Herausforderung, die bisher nicht ausreichend beachtet wurde. Gerade im Herbst, wenn nicht nur die Temperaturen niedrig, sondern das Wetter unbeständig und die Niederschlagsmenge höher wird, ist das weite Öffnen aller Fenster nicht immer praktikabel. Aber auch das Lüften ist nur ein Element des Infektionsschutzes, denn nur das Risiko einer indirekten Übertragung des Corona-Virus über Aerosole wird hierdurch gemindert.

Die GEW fordert ein Gesamtkonzept zum Infektionsschutz an Schulen, das ein Bündel von aufeinander abgestimmten Maßnahmen vorsieht. Dabei müssen die Maßnahmen auf der Länder- und kommunalen Ebene zwischen der Schulaufsicht, den Schulträgern und Schulleitungen abgestimmt werden. Die Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern sind an der Entwicklung zu beteiligen.  Die unterschiedliche Wirksamkeit verschiedener Maßnahmen und die verbleibenden Risiken sollten durch die politisch Verantwortlichen transparent und öffentlich kommuniziert werden.

Ob es notwendig sein wird, die Schulen im Winter geschlossen zu halten, müssen die Virologinnen und Virologen gemeinsam mit den Gesundheitsämtern entscheiden. Niemand weiß genau, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Im Moment gehen alle davon aus, dass die Anzahl der Infizierten weiter steigen wird. Ob sie aber um Ostern oder im Sommer wieder sinken und die Situation eine andere sein wird, weiß niemand. Die Schulen brauchen keine weiteren vereinzelten Vorschläge wie den über veränderte Ferienzeiten. Die Schulen brauchen verlässliche Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags in den Schulen unter dem Vorzeichen der Pandemie.

Das Einhalten des Abstandsgebots ist dabei immer noch der bestmögliche Schutz vor der (Tröpfchen-)Infektion. Die Einhaltung der Abstandsregelung in den vorhandenen Klassenräumen ist nur in kleineren Gruppen von maximal 15 Schülerinnen und Schülern möglich. Eine Umsetzung des Abstandsgebots in der Schule löst längst nicht alle Probleme. Aber es wäre ein erster Schritt hin zu einer Schule, die Infektionsschutz mit einer besseren Förderung von Schülerinnen und Schülern in kleineren Gruppen im Unterricht verbindet. Es lohnt sich diesen Schritt zu gehen – für alle!

Abschließend möchten wir als GEW aber noch einmal betonen, dass es sich bei einer Schließung  im Anschluss an die Weihnachtsferien um eine Schließung der Schulen handeln würde und auf keinen Fall um verlängerte Ferien.

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Aktuell
news-253 Mon, 05 Oct 2020 09:28:45 +0200 Neben dem Studium in der Schule jobben? https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/253-neben-dem-studium-in-der-schule-jobben/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=23d98d832527900a86921619c103c20f Digitale Veranstaltungen für Studierende im November Deine Rechte und Pflichten als TV-H oder VSS-Lehrkraft

Donnerstag, 12. November, 16 bis 18 Uhr

Zugangslink

https://global.gotomeeting.com/join/857667141

Ihr arbeitet neben dem Studium bereits als Lehrkraft an einer Schule? Ihr sammelt viele Einblicke und schulische Erfahrungen, habt aber bestimmte Fragen zu eurer Arbeit? Dann seid ihr hier richtig. Wir sprechen über die zentralen Punkte, die ihr als angestellte TV-H-Lehrkraft beachten müsst, welche Rechte ihr habt und wie sich dies bei VSS-Kräften unterscheidet. Allgemein geht es um Fragen von Versicherungsschutz, Aufsichtspflicht, Bezahlung, Vorteilen für die spätere Einstellung und eure Rechte und Pflichten im Nebenjob. Und darum, wie ihr den Arbeitsalltag in dem schönsten aller Berufe erfolgreich meistert.

Als Referent*innen begrüßen wir Susanne Arends, Vorsitzende Gesamtpersonalrates der Lehrerinnen und Lehrer beim staatlichen Schulamt Gießen/Vogelsberg und selbst Lehrerin an der Alexander-von-Humboldt Schule (Mittelstufenschule), Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen und Lehrerin in Frankfurt sowie Tobias Cepok, Referent für junge Lehrkräfte bei der GEW Hessen.

Einstellung in den Vorbereitungsdienst – wer, wie, was hilft?

Dienstag, 24. November 2020, 16 bis 17.30 Uhr/18 Uhr

Zugangslink

https://global.gotomeeting.com/join/915346557

Euer Lehramtsstudium neigt sich dem Ende entgegen und ihr macht euch Gedanken, wo ihr euer Referendariat antretet oder den Vorbereitungsdienst beginnt? Ihr wollt wissen, wie ihr ein Einstellungsangebot erhaltet? Welche Note ihr braucht? Wie ihr an das Studienseminar oder die Schule eurer Wahl kommt? Ihr macht euch Gedanken über Versicherungen?

Christina Nickel, zuständig für Ausbildung im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer und selbst Ausbilderin für Gymnasien in Wiesbaden, wird diese und weitere Fragen gemeinsam mit Maike Wiedwald, Vorsitzende der GEW Hessen, beantworten. Unterstützt werden sie von Lara Jagadics von der Akademie für Bildungsforschung- und Lehrerbildung an der Goethe-Universität Frankfurt und Tobias Cepok, Referent bei der GEW Hessen.

Foto: Camille Chen on Unsplash

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Aktuell
news-252 Thu, 24 Sep 2020 10:33:33 +0200 Arbeitgeber legen erneut kein Angebot vor https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/252-arbeitgeber-legen-erneut-kein-angebot-vor/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=464b93bf62c9af5b814fff6438ae05f4 Tarifrunde TVöD Gewerkschaften werden vor dritter Verhandlungsrunde am 22./23. Oktober zu Warnstreiks aufrufen

Bei der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen am Wochenende hat die Arbeitgeberseite erneut kein Angebot vorgelegt. Diese Blockadehaltung der Arbeitgeber bezeichnete die GEW Vorsitzende, Marlies Tepe, in Potsdam angesichts des großen Einsatzes der Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst in den vergangenen Monaten als Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten. So hätten beispielsweise die Erzieherinnen in den Kitas nahezu ohne Gesundheitsschutz selbst zu Hochzeiten der Pandemie mit Notdiensten dafür gesorgt, dass viele Eltern ihren Beruf ausüben konnten. GEW und ver.di fordern in der laufenden Tarifrunde 4,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens 150 Euro mehr im Monat.

Die Gewerkschaften bereiten nun Warnstreiks vor. Der Höhepunkt der Arbeitsniederlegungen wird auch in Hessen in den eineinhalb Wochen vor Beginn der 3. Verhandlungsrunde am 22. Oktober in Potsdam erreicht werden. Zu ersten Arbeitskampfaktionen in Bereichen außerhalb des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes kann es bereits in den nächsten Tagen kommen.

Weitere Informationen zur Tarifrunde 2020 und den Forderungen der Gewerkschaften:

https://www.gew.de/troed2020/

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news-249 Mon, 15 Jun 2020 14:18:45 +0200 Grundschulen kein Experimentierfeld für Infektionsgefährlichkeit https://www.gew-mittelhessen.de/home/details/249-grundschulen-kein-experimentierfeld-fuer-infektionsgefaehrlichkeit/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff11ad5c938cfb086aa403f51564c881 GEW über Diskriminierungsversuch von Schülern und Lehrkräften entsetzt! Im Bezirksverband der GEW Mittelhessen ist man bestürzt und entrüstet, dass die Grundschulen unseres Landes 2 Wochen vor den Sommerferien zum Experimentierlabor der Landesregierung gemacht werden sollen, um herauszufinden, welche Infektionsmöglichkeiten entstehen können, wenn Menschenansammlungen von 20 – 25 Personen auf dem engen Raum eines Schulzimmers zusammen lernen und miteinander kommunizieren.

Eine solche Vorgabe macht die 13.Coronaverordnung der hessischen Landesregierung, die ab dem 22.6.2020 für das ganze Land in Kraft treten soll. Das 1,5-Meter-Abstandsgebot bleibt für alle gesellschaftlichen Bereiche weiterhin bestehen, soll aber einzig und allein für den Bereich der Grundschulen für die letzten zwei Wochen des Schuljahresaußer Kraft treten. Gleichzeitig sollen qua Verordnung die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes angeblich weitergelten. Tatsächlich aber hat das Robert-Koch-Institut keine Außerkraftsetzung des 1,5-Meter-Abstandsgebotes empfohlen!

„Mit dieser Verordnungsänderung  werden die Grundschüler und ihre Klassenlehrer entgegen der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes willkürlich zu Versuchskaninchen herabgewürdigt, an denen im Experiment herausgefunden werden soll, welchen infektionsgefährlichen Auswirkung die Aufhebung der Abstandsregel für Menschengruppen bis 27 Personen auf engem Raum  hat“,  erklärte Volrad Döhner,  ein Teamvorsitzender der GEW Mittelhessen. 

Kultusminister Dr. Lorz hat an die Schulleiter der Grundschulen im Lande Hessen am 10.6.2020 geschrieben, dass mit dem Unterricht in voller Klassenstärke ab dem 22.6.2020 die Möglichkeit eröffnet werden könne, das Abstandsgebot von 1,5 Metern aufzuheben. Diese Beschreibung des Kultusministers ist nach Ansicht der GEW eine schamlose Verdrehung von Ursache und Wirkung:  Nur wenn das Abstandsgebot außer Kraft gesetzt werde, könne ein Unterricht in voller Klassenstärke möglich gemacht werden!

Die den Eltern der Grundschüler angebotene Wahlfreiheit, aus gesundheitlichen Gewissensgründen ihre Kinder nicht zum Unterricht zu schicken, bürde den betroffenen Eltern und den Lehrkräften schwerwiegende Sonderverpflichtungen auf: den Eltern werde zugemutet, für die häusliche Beschulung ihrer Kinder „selber die Verantwortung zu tragen“, die Lehrkräfte müssten zusätzlich zum Klassenunterricht noch Fernunterricht für die daheimgebliebenen Kinder sicherstellen.

Das unverantwortliche Experiment der Landesregierung mit kleinen Kindern und deren Lehrkräften ist wegen Verstoßes gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, gegen die Menschenwürde und auch gegen das Gleichbehandlungsgebot abzulehnen, so die Meinung in der GEW.

Den Lehrkräften an Grundschulen und den Schulleitungen wird empfohlen, sich nicht in Verantwortung nehmen zu lassen für ein unwürdiges Experiment; stattdessen  sollten sie das rechtsstaatliche Mittel der „Remonstration“ einsetzen, mit welchem sie sich von der persönlichen Mitverantwortung für das unverantwortliche Spiel mit kleinen Kindern und auch gegen sich selber befreien können.

  • Remonstration ist eine demokratische Regelung nach § 36 des Beamtenstatusgesetzes, dem Zufolge jeder Staatsdiener grundsätzlich zunächst für seine dienstlichen Handlungen höchstpersönlich die Verantwortung trägt. Bei rechtlichen Bedenken gegen einen Dienstbefehl soll der Beschäftigte dagegen Einspruch einlegen. Wird er erneut angewiesen, den Befehl auszuführen, muss er ihn ausführen, wird aber von seiner persönlichen Mitverantwortung für die ihm angewiesene Handlung befreit.

Volrad Döhner, Mitglied im Vorsitzendenteam der GEW Mittelhessen + Rechtsberater

Muster_persoenliche_Remonstration

 

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